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Vielleicht: Mitmach-Theater?

Sie finden den Zugang nicht – es ist auch nur die Farbe noch übrig. Und Putz. Der kann Geschichten erzählen. Manchmal blättert er ab. Oder bleibt, bevor die Wand kippt. „All in all you were all just bricks in the wall.” [0]. Die Mitte, die sie fanden. Die sie fand – sie, der ruhende Pol, wenn’s in alle Richtungen geht (gehen könnte), die Mitte fand Zugang. Das Überlegen war überlegen, jetzt ist’s unterlegen gegen jeden. Vielleicht noch Zerreden – wenn’s hochkommt (die Galle?). Und wenn er hochkommt, der Abschaum, dann kocht die Polemik hoch. Es ist nur die Mitte, nur die Mitte, nur die Mitte, um die sich alles dreht. Und aus ihr heraus, da spotten sie „Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein.“ [1]; fürwahr die Handbewegungen bleiben aus. Und eh sie sich versehen, sind sie zu Haus’, „Die Lampen leuchten – der Tag ist aus.“ [2]. Die Mitte hat „Den Schlüssel zur Nacht begraben, nur genommen, was wir schon haben, nur genannt, was wir schon nennen, nur gesehen, was wir schon kennen. Und so träum’ ich, so träum’ ich“ [3]. Nicht warten auf Morgen … Stillgestanden! Stillstand.


[0] Pink Flyod – The Wall – Another Brick In The Wall, Part 3
[1] Tocotronic – Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein – Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein
[2] Blumfeld – Testament der Angst – Abendlied
[3] Selig – Hier – So träum’ ich
16.4.08 12:55


30.12.07 21:13


Egoshit

Web 2.0 (über Sinn und Unsinn will ich nicht schon wieder schreiben) ist - so wird allerorts vermittelt - auch ein Wort (Wort 2.0?) dafür, dass es ums Miteinander geht. Daher die ganzen, vielen, glücklichen und erfolgreichen "Social Communities" In Deutschland sind das doch sage und schreibe mehr als 100! Zum Beispiel meineSPD.net (ganz frisch), my.FDP oder auch myblog.de. Jünst wurde bekannt, dass im Gegenzug die Telekom ihre Community auflöst - die T-Community (nee, das ist nicht das selbe wie die T-Com). Lassen wir mal außen vor, das hier wieder eine Community zugrunde geht, die von I-D Media hochgezogen wurde; besinnen wir uns lieber auf die Namen. "my" hier und "my" da und ausgerechnet eine Community, die das auch im Namen trägt, geht baden? "Mein Haus, mein Auto, mein Boot" - ich finde, "Unser Haus, unser Auto, unser Boot" klingt viel mehr nach Gemeinschaft. "Ja schon" werden die Marketing-"Experten" jetzt sagen, "aber bei 'my' fühlt man sich sofort angesprochen. Denn "unser" ist nicht nur ein hässliches Wort (auch im Englischen), sondern es stellt ja eine Barriere dar, wenn man noch nicht dazu gehört. 'my' hingegen vermittelt sofort, dass es zum Nutzer gehört wie seine Haare." Ach, so ist das also.

Dann werde ich wohl auch anfangen müssen, ein myWeb2.0-Projekt zu erstellen. Man muss schließlich mit dem Strom schwimmen der Zeit gehen.
7.12.07 19:26


Den Hype hypen

Wieder mal die Medien - ausgelöst durch den Beitrag "Kalkuliertes Chaos" von Spiegel Online. Diesmal die Nachrichtenprofis von N24. Ob man sich die Dramtatisierung von der BILD abgeguckt hat, weiß ich nicht. Ich weiß jedoch, dass auch das Fernsehen seinen Teil dazu beiträgt, Dinge aufzubauschen.

Schon seit einiger Zeit kann man im TV beobachten, dass Tatsachen dramatisiert werden durch beschleunigtes Abspielen des Bild-(/BILD-)Materials. Ein Beispiel liefert N24. Hier zwei Videos zum Vergleichen: Normal und beschleunigt. Die auffällige Szene ist jene, als die Jalousien des Eingangsbereichs hochgezogen werden und die Kunden den Markt betreten bzw. überrennen.

Noch ein Grund mehr, sowohl Geschäfte der Metro-Gruppe als auch Medienangebote der ProSiebenSat1 Media AG möglichst zu meiden.
5.12.07 16:42


e.on zeigt's uns allen!

Der Energieversorgen e.on ist wirklich fortschrittlich. Das vorweg. Seit einigen Wochen hat das Unternehmen ein hübsches Werbefilmchen (oder hier) im deutschen TV geschaltet:

"Willkommen zum Thema des Monats: Strom aus dem Meer

Ebbe und Flut haben eine unglaubliche Kraft. Ein Potenzial, das wir für eine sichere und umweltfreundliche Energieversorgung nutzen können. Ein Gezeitenkraftwerk holt Strom aus dem Meer, indem es die Strömungskräfte der Gezeiten in Energie umwandelt. Das funktioniert so: Am Meeresboden befinden sich Turbinen. Die Strömung, die zwischen Ebbe und Flut entsteht, treibt diese Turbinen an und es wird saubere Energie erzeugt. Das Ganze müssen Sie sich wie Windräder unter Wasser vorstellen, nur dass hiermit wetterunabhängig und daher zuverlässig Strom produziert wird. Tolle Technik - man sieht es nicht, man hört es nicht. Mit dieser Technologie plant e.on ein weltweit einzigartiges Gezeitenkraftwerk. Ein weiterer Schritt, mit dem e.on auch in Zukunft Ihre Energieversorgung sichert. Informieren Sie sich doch mal: w w w Punkt e.on Punkt com.

e.on - neue Energie"

"Ein Potenzial, das wir für eine sichere und umweltfreundliche Energieversorgung nutzen können." - ich frage mich, was die wandernden Meeresbewohner dazu sagen.

"Ein Gezeitenkraftwerk holt Strom aus dem Meer, indem es die Strömungskräfte der Gezeiten in Energie umwandelt." - aha, sehr interessant. Bei den verschiedenen Arten von Energie fragt man sich, welche wohl gemeint ist. Zum Glück erleutert man genauer ("Das funktioniert so"): "Am Meeresboden befinden sich Turbinen" - tatsächlich? Einfach so? Sind die dort gewachsen?

"Die Strömung, die zwischen Ebbe und Flut entsteht, treibt diese Turbinen an und es wird saubere Energie erzeugt." - ich glaub, die Strömung entsteht durch Ebbe und Flut, aber wir wollen mal nicht so sein. Viel wichtiger ist das, was danach kommt: Einfach so erzeugen die e.on-Unterwasserturbinen Energie. Spitzenklasse, Jungs! Vielleicht aber bringt das doch das Raum-Zeit-Kontinuum außer Tritt. Nicht auszumalen, was da passieren kann. Vielleicht haben sie im Physik-Kurs in der 6. oder 7. Klasse auch nicht aufgepasst, denn selbst (schon wieder) Wikipedia kennt sich zum Thema Energieerhaltung aus. Ach ja, dann sei mir noch eine Frage gestattet: Wie muss ich mir eigentlich dreckige/schmutzige Energie vorstellen?

"Das Ganze müssen Sie sich wie Windräder unter Wasser vorstellen, nur dass hiermit wetterunabhängig und daher zuverlässig Strom produziert wird." - ich muss mir das vorstellen? Wer bildet sich ein, mir meine Vorstellungen vorzuschreiben? Ist ja unerhört! Und die Breitseite in Richtung der Windkraftanlagenbetreiber haben wir natürlich alle mitgekriegt.

"Tolle Technik - man sieht es nicht, man hört es nicht." - ja, Spitzentechnik, Hasis. Und im Deutschunterricht haben wir auch gelernt, dass es das Technik lautet. Warum sieht man das Technik eigentlich nicht? Ist das wie mit den unsichtbaren pinkfarbenen Einhörnern? Und ist das wirklich sicher? Wenn sich mal Taucher dorthin verirren, dann stoßen sie sich doch ihre Köpfe an das Technik - oder schlimmer ... nicht auszumalen.

"Mit dieser Technologie plant e.on ein weltweit einzigartiges Gezeitenkraftwerk." - weltweit einzigartig? Als Informationshäppchen reicht schon ein Blick auf den Wikipedia-Artikel zum Thema Gezeitenkraftwerk, um zu sehen, dass hier keine Einzigartigkeit besteht - so ganz pauschal gesprochen, wie eben auch pauschal in der Werbebotschaft behauptet wird. Ach (schon wieder so ein "Ach"): Was denn nun, Technik oder Technologie?

"Ein weiterer Schritt, mit dem e.on auch in Zukunft Ihre Energieversorgung sichert." - damit? Wirklich? Das heißt, auch wenn mir jemand das Kabel zu meinem Anschluss durchschneidet, ist meine Energieversorgung gesichert? Ach (Schnauze Mann!!!) und wie war das nochmal: Welche Energie?

"Informieren Sie sich doch mal: w w w Punkt e.on Punkt com." - nichts liegt mir ferner.

"e.on - neue Energie" - so wird es wohl sein.
2.12.07 22:48


Kindesmisshandlung

Es ist schon eine Krux mit den Kindern. Erst erschaffen wir die Kindheit, um mal Neil Postman abartig kurz zusammenzufassen, dann begehrt die Brut ständig auf und will erwachsen sein (und dann wieder nicht) und dann haben wir auch noch die Medienverbrecher am Latz, die sich momentan mal wieder einen Narren gefressen haben an Verwahrlosung (warum wohl?), Misshandlung und so weiter. Dabei ist doch das Thema selbst so neu, wie die Kindheit selbst - nämlich gar nicht. Kinderarbeit, Kinderarmut, Kindersoldaten, Kinder Maxi King - kurz: was Kindern zugemutet wird, da sie doch Kinder sein dürfen ("oder so"), bedarf vermutlich einer eigenen Tageszeitung, statt der wellenartig durchschlagenden Sensationsgeilheit. Aber es ist auch immer wieder die Möglichkeit, sich selbst daran zu messen; bespeilsweise wie furchtbar die eigene Kindheit ist, wie gut man den eigenen Spross im Griff hat und wie schlecht doch all die anderen Konkurrenten Eltern handeln. ZEIGEfinger - gibt ja noch keinen NACHDENKfinger.
2.12.07 18:32


Rekordverdacht: Äußerst extrem

Alles ist so extrem zur Zeit - die Extremisten, die Politischen, die Produkte, die Informationen. Ich will solche Peinlichkeiten wie die Wissenssendung Galileo mit dessen Reihe "Galileo Extrem" gar nicht anführen müssen, aber was bleibt mir denn übrig? Fresse halten, ja, ich weiß. Produkte wie "Extrem for Women" von Paul Smith (You the fuck is this?) - ein Parfum -, "Wilkinson Xtreme III" - ein Rasierer - oder "Benz Research Extreme H2O" - Kontaktlinsen - bringen mich zum Überlegen, was wohl mit den Nutzern dieser Erzeugnisse bei der Anwendung passiert. "extrem" gehört für mich schon extrem lange zur extrem Extremwortfamilie der inflationär oft irreführend verwendeteten Wörter und reiht sich hier ein zwischen "super" und "neu"

Auch in der Software-Industrie findet man Abkömmlinge der Spitzenklasse: eXtreme Programming, Extreme Testing und Extreme Usability. Damit sind gaaanz gaaaanz sicher extreme Projekte möglich. Und wenn das nicht reicht, dann erfinden wir einfach noch etwas für Management und Marketing: Extreme Project Management. Ach Mist, da war ja schon jemand schneller. Na dann: Extreme Project Management 2.0. Basta.
2.12.07 18:19


Doktor Pop

Die Popmusik der Popband "Die Ärzte" scheint mal wieder Wellen zu schlagen. Oder wie kommt es, dass ich an jeder Ecke (des WWW) von ihnen höre? Sie erblöden sich mittlerweile nicht mehr, in Hallen zu spielen, die Sitzplätze anbieten. Nix gegen Sitzplätze, man braucht's schließlich bequem. Aber waren es nicht die Ärzte, die immer die Attitüde "Bisschen unbequem" vertraten? Ich weiß, ist alles bloß Show. Gebt den Affen Zucker.
23.11.07 20:51


Stereo Total? Mono für Alle!

Ja, mir ist schon klar, dass man sowas nicht in einen Titel schreiben sollte. Na und? Ich sollte auch nicht soviel Schokolade essen, aber ich hab Husten. Und wer meint, dass das jetzt totaler Schwachsinn ist, der kann das ruhig sagen. In Deutschland darf man das. Noch. Weil wir ja jetzt so gern bei Wikipedia stöbern, tun wir das auch zum Thema Theobromin. Also los, draufklicken, Wissen schlucken und dann hier weiterlesen.

Theobromin und (die Musikantenvereinigung) Mono für alle! haben vermutlich nicht sooo viel miteinander zu tun. Vielleicht mögen sie auch Schoki. Was sie aber besonders mögen, das sind Rechtsverdreher. In den letzten Tagen findet man sie immer öfter in den Medien - die Geschichte will ich gar nicht tausendmal aufwärmen. Ich sage nur: Macht euch ein Bild. Besser gesagt: Hört es euch selbst an, was die Jungs da fabrizieren (ja, man kann einige Werke herunterladen, ohne dafür von der GEMA belangt zu werden). Für mich persönlich ist der künstlerische Aspekt durchaus nachvollziehbar, über die politische Ausrichtung sollte man geteilter Meinung sein - is' schließlich Deutschland, Demokratie "und so" Kritik muss möglich sein! "Und der 11. September war für mich ein wunderschöner Tag."
23.11.07 20:05


iPhone-Medienmist

Nachdem wir nun mittlerweile alle (zumindest die, welche auch private TV-Sender sehen) mit den Werbespots von Apple penetriert wurden, schieb' ich gleich noch zwei Nummern:

Nummer 1

"Es ist schon überraschend, was man alles auf Youtube findet. Aber wenn man es sich mal genau überlegt, ist vielleicht die größte Überraschung, Youtube auf seinem Handy zu finden." (angucken)

"Was hat er denn diesmal schon wieder zu meckern, der Pedant?" Och nix du, außer: Überrascht es WIRKLICH jemanden, was er auf Youtube findet? Ich mein', wenn man es sich mal GENAU überlegt? Und überrascht es tatsächlich auch jemanden, dass ein popliges (technisch eher rückständiges) Mobiltelefon Videos abspielen kann?

Nummer 2

"Das ist keine abgespeckte Version des Internets. Oder eine Handy-Version des Internets. Oder ein 'Beinah-schon-fast-wie-das-Internet'-Internet. Es ist einfach nur das Internet. Auf deinem Handy." (angucken)

Also eigentlich ist alles in Ordnung, oder? Blöd ist, dass ich leider, leider (leider, leider, leider, ...) vom Fach bin und da gar nicht so unkritisch sein kann, wie der Rest der verblödeten Konsumentenmasse (Ach Quatsch, ich irre. Alle superschlau). Der besprochene Werbespot zeigt ja gar nicht das Internet. Nein, nein, liebe Liebenden, ich muss euch enttäsuchen! Er zeigt nur eine Webseite des World Wide Web (und dann muss das ausgerechnet auch noch der Spiegel sein). Und weil wir jetzt alle mehr wissen wollen, klicken wir schnell auf Wikipedia (Achtung: Gefährliches Halbwissen) und lesen uns die Artikel durch. Und dann gucken wir noch einmal dieses Wunderwerk der Medientechnik und Psychologie an, klopfen dessen Fähigkeiten ab und verklagen Apple, wenn wir nicht das Internet auf dem Handy haben, sondern nur das lumpige WWW.

Ja, so machen wir das. Damit mir einer abgeht. Naja, ihr wisst schon ...
23.11.07 19:44


Ach daher, Herr Schäuble ...

"Politische Aufregungen, so verderblich sie in manches Einzelleben eingreifen mögen, haben stets eine raschere geistige Entwick[e]lung der Nationen herbeigeführt." (Gottfried Semper)
23.11.07 14:39


Medienfront und Front(al)medien

Ach, wie sie es schaffen, dass ich sie immer mehr Richtung Bild schiebe, die Leute vom Spiegel, schrieben sie doch gestern noch ganz reißerisch: "Neues Drohvideo gegen Deutschland und Österreich" Und wer veröffentlicht sowas gern mal? Klar, die GIMF (MFG, AOK, TKKG - super), die Globale Islamistische Medienfront. Wenn sie schon auf Rechtschreibung so gut aufpassen und nicht "Medien Front" schreiben, warum taucht dann in "GIMF" ein F auf? Aber egal, hab ich mir das Machwerk mal angeguckt. Von einer Medienfront kann da keine Rede sein, das schaut eher aus wie pubertäres Gehabe gepaart mit überholten Weltansichten. Und hey, es ist 'ne Medienfront, so wie Spiegel, Bild und Hürriyet, ProSieben und RTL. Wusste gar nicht, dass die Medien vor den Medien so dermaßen den Schwanz einziehen und darüber hinaus den Bürger auch gar nicht mündig genug sehen, sich selbst mal ein Bild von den Untrieben der Islamisten zu machen, unterlässt es der Spiegel doch gekonnt, auf das Video zu verlinken. OK, vielleicht sind wir ja gar nicht mehr in der Lage, solchen Stuss als Stuss zu erkennen und kaufen den Islamisten-Medienterroristen den ganzen Scheiß ab. Naja, kein Problem, konvertieren, Sprengstoffgürtel umschnallen und das Problem ist auch erledigt. Merkwürdige Rechnung? Klar, ich bin doch nicht blöd.
21.11.07 22:52


Projektitis

"Herr Doktor, bitte helfen Sie mir. Ich glaube, irgendjemand versucht, mich anzustecken." Du hast das sicherlich auch schon bemerkt, oder bist gar davon betroffen. Die Projektitis grassiert und in manchen Lebenslagen können wir ihr nicht mehr entkommen. Wenn sie sich erst einmal eingeschlichen hat, pflanzt sie sich problemlos fort.

Dann also auf zu meinen nächsten Projekten
- Heute Nachmittag zum Kolloquium fahren
- Heute Abend Katzen füttern
- Heute Nacht schlafen gehen

Ach, ich hab so viele Projekte, da ist an ein geregeltes Leben nicht mehr zu denken.
21.11.07 13:20


Persilschein

Hat sowas wirklich Erfolg?: Ständig die alten Werbekampagnen aufwärmen. Glaubt tatsächlich irgendwer daran, dass es nur einmal im Jahr ein besseres Persil gibt, das sich Henkel für die ach-so-treuen Kunden aufhebt. Und wie soll ich mir das jetzt vorstellen - haben die in ihre Produktionsanlage ein Maschinchen eingebaut, das jedes Pulverkörnchen chemisch analysiert und anhand einer Qualitätseinschätzung wie Aschenputtel ("Die Guten ins ...") ordnet? Und wenn das wirklich so wäre, dann könnt' man doch einmal im Jahr ein paar Packungen von dem besseren Waschmittel einkaufen, sie auf Halde legen und den Rest der Einkaufsdeppen das schlechte Gelumpe übers Jahr kaufen lassen.
21.11.07 12:39


Wo der Staat "hinsurft"

Da gibt's ja tatsächlich so eine hübsche Seite, die sich zur Aufgabe gemacht hat, ein (natürlich elektronisches) Protokoll darüber zu führen, wohin welches Bundesministerium im WWW so surft. Die 10 anscheinend arbeitswichtigsten Seiten sind hier aufgelistet und noch Einiges mehr. Mitmachen kann man da auch (also um die Infrastruktur auszubauen, wie es dieses Blog auch tut), einfach mal zurück auf die Hauptseite gehen.
19.11.07 18:18


Nachtrage zu "Datenschatten, Schattendaten"

"Warum hältst du nicht die Klappe?", was, Argument hin oder her, irgendwo an eine vielzitierte Aussage von Dieter Nuhr erinnert. Ich sag aber nicht, welche
19.11.07 16:27


Datenschatten, Schattendaten

Wer zufällig irgendwie an das zugegebenermaßen alte Buch "Der gestohlene Schatten - Der Mensch im Netz der Datenwelt" von Hümmerich und Gola rankommt, der sollte es sich trotz der wahrscheinlich schon angegilbten Seiten unbedingt durchlesen. Es ist kein hochwissenschaftliches Werk und daher als Bahnlektüre gut geeignet. Man kann dort nachlesen, wie die Autoren Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre über den Datenschutz nachdachten und welche Datenerfassungsmaßnahmen bereits zu dieser Zeit stattfanden. Trotz des Alters des Buchs ist es nicht minder aktuell (und ich hoffe, Herr Schäuble und der Rest der Stasi 2.0 entscheidungsbefugten Personen haben sich auch mal eingelesen).

Daten wecken Begehrlichkeiten, lasst uns weniger davon produzieren: Handy abschalten, Internetnutzung reduzieren, Fernseh- und Radiogeräte entsorgen (und sich die GEZ-GebührAbgabe sparen), Telefonzeiten festlegen, Anonymisierungsdienste nutzen, Werbung überall ablehnen, persönliche Daten sowieso nicht rausgeben, wenn es nicht wirklich notwendig ist, an keinen Umfragen/Auswertungen teilnehmen, etc.

Daten wecken Begehrlichkeiten, ganz besonders dann, wenn sie Informationen darstellen. Lasst uns Datenmüll produzieren, damit die Datenverwerter ihre Hinfälligkeit erkennen. Vielleicht kennt das der eine oder andere Leser: An der Kasse einer bekannten Elektronikmarktkette wird man nach seiner Postleitzahl befragt. Eine gültige ist zum Beispiel 14439 (Potsdam). Dort sitzen einige Medienmacher (z. B. Radio Fritz (RBB)) - wie praktisch.
19.11.07 15:01


Mimi war ja eh schon "out" ...

... weil sie noch Krimis las, während in der Glotze Krimis liefen. Noch "outer" ist sie allerdings jetzt, wo es Krimis nicht mehr gibt. Soll sie sich einfach mal am Sonntag vor den Kasten setzen und SAT1 anschalten, die haben schon seit einer Weile irredolle Erfolg mit ihrem "Crime Sonntag". Nicht zu erwähnen brauche ich sicherlich den fehlenden Bindestrich, oder?
19.11.07 14:08


Ja. Also "Nein" Oder "Irgendwas"

Was mich ankotzt, das sind Unternehmen, die auf Bewerbungen mit einem Vorstellungsgespräch reagieren, voll total superkrass angetan sind und sich dann "spätestens nächste Woche melden", es jedoch dennoch nicht tun. Das ist nicht nur unhöflich, es ist eine Lüge und hinterlässt beim Bewerber folgenden Eindruck: Schlampig organisiertes Unternehmen, das überall mitreden will, wenn's aber ans Eingemachte geht den Schwanz einzieht und auch ansonsten die Mitarbeiter eher ausbeutet (zeitlich, finanziell, bezüglich des Wissens und der Arbeitskraft), statt die Unternehmensbasis damit zu sichern, wie das im Geschäftsbericht so schön vorgegaukelt wird. Und: Mit denen will ich nichts mehr zu tun haben, ganz egal wie "innovativ", "zukunftsorientiert" und was-weiß-ich-nicht-noch sind.

Meine Strategie ab heute: Kommt von denen irgendwann doch ein Angebot, reagiere ich einfach nicht. Die drei Affen sozusagen. Und außerdem bin ich ab heute auch nicht mehr flexibel, sondern habe genaue Vorstellungen und Profil. So. Basta! Ja, ich komme mit wenig Geld aus. Mit so wenig sogar, dass es gerade mal für Nahrungsmittel reicht. Eine Woche lang Nudeln essen ist zwar nicht meine Vorstellung und irgendwann hass ich Nudeln sicherlich, dennoch habe ich damit rein für die Nudeln nur "Unkosten" in Höhe von etwa 7 Euro im Monat.
19.11.07 13:58


Was guckst'n so?

Das reguläre TV-Programm sei schlecht, das Internet biete die Möglichkeit, endlich TV nach eigenem Gusto zu konsumieren – IPTV. Ach ja, und momentan wogt die perfekte Welle „Vorratsdatenspeicherung“ durch die Gegend, gibt sich wie ein Tsunamie, ist eigentlich aber eher eine milde Ostseewelle. Dabei sollte man doch tatsächlich mal über „die Möglichkeit“ nachdenken: Altbackener Rundfunk funkt rum, niemand weiß, wer wo was guckt. Internet datenautobahnisiert, und wie der Real-World-Kollege gibt es auch im Cyberspace (der nicht so heißen sollte) Mautstationen, Verkehrsleitsysteme, GPS etc. Kurz: Das Internet ermöglicht jedem Nutzer zwei Kanäle: Hin und Rück. Bei dem alten Zeugs ist es nur einer: Hin. Ein Aufreger? Erinnern wir uns: „Privates muss privat bleiben“, „Unantastbarkeit …“, Amazon- und Google-Profile, Soziales Netz, Communities. Daten über Daten, alles durch das und mit dem Internet, so wie IPTV.

Wer Zattoo noch nicht kennt, kann ja mal danach suchen. Wer es kennt, der wird mitbekommen haben, dass man dort auch das hübsche Al Jazeera TV gucken kann. Ist das nicht ein wunderbarer Indiz? Terroristen gucken doch so was, nicht wahr, Herr Schäuble?

Also öfter mal nachdenken, ob man die Tagesschau wirklich online gucken muss.
12.11.07 12:59


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